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Bei einem Blick auf unsere Firmenchronik müssen wir den Zollstock bis zum Jahr 1901 aufklappen. Der Meister Hugo Kämmer gründete in der heutigen Knochstraße 37 / Ecke Richterstraße eine Zimmerei und legte damit den Grundstein für den heute noch existierenden Betrieb.
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Nach den bewegenden Jahren des ersten Weltkrieges und den 20er und 30er Jahren sorgte das Kriegsjahr 1940 für allerlei Turbolenzen: Aus der Kämmerischen Zimmerei entstand die Tischlerei Hommel, die Spinde und Munitionskisten für die Wehrmacht herstellen musste.
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Am Ende des zweiten Weltkrieges kehrte der sudetendeutsche Tischler Franz Hantschel aus der Kriegsgefangenschaft heim und fand bei Meister Hommel eine Anstellung. Durch sein großes Engagement für die Tischlerei machte Franz Hantschel sich schnell unentbehrlich und unterstützte den Besitzer sehr in der Leitung der Werkstatt. Hier absolvierte er auch seine Meisterausbildung und übernahm, als Hommel 1955 in den "Westen" ging, den Betrieb. Er führte ihn in Pacht weiter. Damals arbeiteten in der Tischlerei schon 13 Angestellte.
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Die Depressionen Anfang der 70er Jahre mit Zwangverstaatlichungen, sozialistischer Mangelwirtschaft und Materialverknappung konnte die Werkstatt nicht in die Knie zwingen. Sie überlebte. In dieser Zeit trat Sohn Dietmar in die Fußstapfen des Vaters. Er begann 1968 die Lehre und nach dem Grundwehrdienst ein Studium als Bauingenieur. Er absolvierte 1983 die Meisterprüfung des Tischlerhandwerks. Als Vater Franz Hantschel das Rentenalter erreicht hatte, übernahm Dietmar den Betrieb. Jedoch konnte der Senior seine Hände nicht einfach in den Schoß legen; bis in sein 80. Lebensjahr hinein schafft er noch mit. Bis zur Wende arbeiteten so Vater, Sohn und Geselle, so gut es eben in der Planwirtschaft ging.
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Erst nach der Wende 1990 konnte die Werkstatt gekauft werden. Seitdem befindet sich dieser Handwerksbetrieb im Besitz der Familie Hantschel und wird in guter Tradition fortgeführt. Durch die neuen und verbesserten Bedingungen seit der innerdeutschen Grenzöffnung entwickelte sich der Betrieb mit großem Tempo. Zusätzlich kamen mehrere Produktionszweige hinzu, so auch die eigene Herstellung von Kunststoff-Fenstern - und als erster privatwirtschaftlicher Hersteller in den neuen Bundesländern bereits im Mai 2000, also noch vor der Wiedervereinigung. Vielseitige Geschäftsbeziehungen zu den verschiedensten Firmen entstanden. Bei einigen Lieferanten aus den alten Bundesländern war die Tischlerei Hantschel der erste Kunde aus den neuen Bundesländern.
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So expandierte der Dreimannbetrieb seit 1990 kontinuierlich zu einem modernen Unternehmen. 1994 platzte die alteingesessene Firma in der Knochstraße mit nunmehr 15 Mitarbeitern, darunter seit 1991 auch Ehefrau Cornelia, sprichwörtlich aus allen Nähten. Folgerichtig deshalb auch im März 1994 der erste Spatenstich zum Neubau des Betriebes im Gewerbegebiet "Mittlerer Watzenbach". In kurzer Bauzeit konnte unter Leitung des Ingenieurbüros INA in Saalfeld und des Architekten, Herrn Brückner, sowie dank der großen Einsatzbereitschaft aller Mitarbeiter der Tischlerei Hantschel der Bau bereits im Dezember desselben Jahres abgeschlossen werden. Der Umzug fiel mit dem Jahreswechsel zusammen. Und die alte Werkstatt? Sie ist nicht untergegangen. Auch heute noch hat sie ihren festen Platz für Zulieferungen, Kleinaufträge und Reparaturen inne.
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Aus der Tischlerei Hantschel ging 1996 eine GmbH hervor. Wurden bis 1996 neben den bisherigen Tischlerleistungen Wintergärten eher seltener hergestellt, entschloss sich die Unternehmensleitung, dieses Produkt zu forcieren und sich als qualifizierter Hersteller zu etablieren.
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Um nicht nur in diesem Bereich die eigenen Qualitätsansprüche zu unterstreichen, führte das Unternehmen 1998 bereits ein Qualitätsmanagement ein und wurde bald entsprechend den Qualitätsrichtlinien der DIN EN ISO 9002 zertifiziert.
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Mit reichhaltigen Erfahrungen im Wintergartenbau gewappnet, wurde das Unternehmen im Jahre 2000 als erstes Unternehmen aus den neuen Bunesländern Mitglied im Wintergarten Fachverband e.V., dem Verband qualifizierter Hersteller von Wohn-Wintergärten. Mit stetigem Ausbau aller Produktlinien entwickelte sich das Unternehmen zu einem echten Vollsortimenter, der nicht nur Fenster, Türen und Wintergärten selbst herstellt, liefert und montiert, sondern auch die dazugehörigen Innenausbauarbeiten gleich mit erledigen kann.
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Da Wintergärten häufig aus großen Bauteilen bestehen und sich das Unternehmen seit einigen Jahren als einer der führenden Anbieter etablieren konnte, wurde es zunehmend enger auf der bisherigen Produktionsfläche. Im Jahre 2002 erfolgte ein neuerlicher erster Spatenstich: Mit dem Bau eines neuen Betriebsteils am selben Standort konnte begonnen werden.
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Damit eröffneten sich 2003 gleich zwei gute Perspektiven für das Unternehmen und seine Kunden: Mehr Platz für die Produktion und eine neues großes Ausstellungs- und Beratungszentrum, in dem die Kunden das Wintergarten-Wohngefühl gleich selbst erleben können. So freuen sich Chef und Mitarbeiter über das größere Platzangebot, das noch durchdachtere Arbeitsabläufe erlaubt. Und diese sollen letztlich dem Kunden zugute kommen, in Form weiter verstärkter Qualität und in der Sicherstellung marktgerechter Preise.
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Derzeit arbeiten 38 Angestellte in der Tischlerei Hantschel GmbH. Großen Wert legt der Meister auf die Lehrausbildung. Sieben "Stifte" erlernen zurzeit den Beruf des Tischlers. Auch Sohn Christian erlernte vor einigen Jahren das Tischlerhandwerk im elterlichen Betrieb. Tochter Alexandra ist seit 1997 im kaufmännischen Bereich der Firma tätig.
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2005
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Nach dem Rückblick auf unsere 100jährige Chronik bleibt nur noch, allen Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern einen großen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit auszusprechen, verbunden mit dem Wunsch, dass vielleicht auch Sie ein bisschen dazu beitragen, dass wir unseren Jahreszollstock wieder etwas weiter aufklappen können. Ein besonderes Ereignis dieses Jahres waren die Feierlichkeiten zum 50jährigen Inhaber-Jubiläums.
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2006
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Die Tischlerei Hantschel GmbH tritt dem Verbund großer Fenster-/ Türenhersteller und Innenausbauer/Ladenbauer, dem Verbund CREATIVE PARTNER GmbH bei.
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2009
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Als Finalist beim Großen Preis des Mittelstandes wird die Tischlerei Hantschel auf der Auszeichnungsveranstaltung in Würzburg geehrt. Ausgerichtete wird der Wettbewerb von der Oskar_Patzelt-Stiftung. Das jüngste Kind in der umfassenden Produktfamilie, das Erste Saalfelder Massiv-Holzhaus, wird entwickelt und gebaut.
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2010
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Die Tischlerei Hantschel gewinnt den Gesundheitspreis 2010 der IKK claccic für das Thüringer Handwerk. “Wir leben Holz” lautet das Motto einer weiteren Organisation rund um das Schreiner- und Tischlerhandwerk, dem sich die Tischlerei Hantschel in diesem Jahr angeschlossen hat.
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